20.05.2011

von B° JG

Neues Werk

Sandler weiht neues Werk ein: Gratulation vom Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

Die Sandler AG ist auf dem Gebiet der Vliesstoffproduktion einer der Marktführer.

Mit einer Jubiläumsfeier in Anwesenheit 250 hochrangiger Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hat die Sandler AG in Schwarzenbach an der Saale ihr neues Werk 4 eingeweiht. Festredner Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich bezeichnete Sandler als Musterfall eines Familienunternehmens, in dem auch der Übergang zwischen den Inhabergenerationen hervorragend gelungen sei. Auch unter schwierigen Bedingungen wie in der Wirtschaftskrise vor zwei Jahren habe die Sandler AG Kurs gehalten, betonte der Minister und bekundete seinen Respekt vor dieser und anderen Firmen, die nicht den vermeintlich leichteren Weg der Produktionsverlagerung ins Ausland gegangen sind. Die Inspiration von Inhaberfamilien wie Sandler, die bereit seien Verantwortung zu übernehmen und dies ihren Mitarbeitern vermittelten, sei das Geheimnis des Erfolges.

Fakten zur 40 Mio. EUR Investition:
„Vor zwei Jahren - in der Hochphase der Finanzkrise - haben sich die Vorstände der Sandler AG dazu entschlossen, 40 Mio. EUR in ein neues Werk und eine moderne Spunlace-Produktionsanlage zu investieren“, erinnerte sich Dr. Christian Heinrich Sandler. „Der Neubau des Werkes 4 war eine Herausforderung für alle Mitarbeiter unseres Unternehmens, die sich hochmotiviert und begeistert in allen Phasen des Tiefbaus, des Hochbaus, der Anlagenmontagen und des Einfahrens der Anlage für dieses Projekt eingesetzt haben.“ Das neue Gebäude ist 150 Meter lang, 70 Meter breit und 20 Meter hoch; seine beiden Geschosse haben eine Fläche von je 10.500 m², was in etwa einer Gesamtfläche der Größe von vier Fußballfeldern entspricht. Das obere Stockwerk dient als Lagerfläche. Im unteren Geschoss findet sich das Kernstück der insgesamt 40 Millionen Euro umfassenden Investition: eine neue Vliesstoffanlage. Die Dimensionen dieses Werkes waren eine wichtige Voraussetzung, um diese moderne Spunlace-Produktionsanlage aufzubauen.

An der Montage der Anlage waren neben den Leitmonteuren der Spezialfirmen ca. 160 Monteure, ein Großteil von regionalen Handwerksbetrieben, beteiligt. Hier werden mittels Spunlace-Technologie eine neue Generation von Materialien für Pflege- und Reinigungstücher sowie technische Vliesstoffe produziert. Die Sandler AG verfügt damit allein in diesem stark wachsenden Bereich über drei Fertigungsanlagen. „Die Vliesstoffstraße 52 ist eine Produktionsanlage mit hohen Innovationspotentialen. Nach unserem Konzept „Less is best to nature“ haben wir die Möglichkeit, die Flächengewichte von Wetwipe-Substraten bei gleicher Performance weiter zu reduzieren. Unter dem Nachhaltigkeitsaspekt können wir nicht nur Vliesstoffe aus biologisch abbaubaren und auf Milchsäure basierenden Polylaktatfasern herstellen. Im Rahmen eines Entwicklungsprojektes mit einem großen Lieferanten haben wir ein Biowipe konzipiert, dessen Substrat aus 100% biologisch abbaubarer Viskose besteht, deren Rohstoffe wiederum aus PEFC-zertifizierten europäischen Wäldern gewonnen werden“, so Dr. Sandler in seiner Eröffnungsrede.

Nachhaltigkeit war auch im Hinblick auf Energienutzung ein Thema anlässlich der Werkseinweihung. Bundesinnenminister Friedrich warnte in seiner Rede vor übereilten Entscheidungen in der Energiepolitik: „Wenn wir hier Fehler machen, kann dies zu einer Deindustrialisierung des Landes führen, die wir bitter bereuen würden“, so der Minister. Es komme darauf an, beim Ausstieg aus der Kernenergie und dem Einstieg in erneuerbare Energien „die Geschwindigkeiten zu synchronisieren“.
Sandler setzte bereits im Rahmen der Konzeption des neuen Werkes und der Produktionsanlagen auf optimale Energienutzung.
Der Neubau führte weiterhin zu einer Umstrukturierung der gesamten innerbetrieblichen Logistik. Das Werk 4 ist durch Brückenkonstruktionen mit den Werken 1 und 3 verbunden. So kann der Materialtransport über Förderbänder und Gabelstapler auf kürzestem Wege realisiert werden.
Mit der organischen Farbkonzeption von Friedrich-Ernst von Garnier passt sich der Neubau harmonisch in die umgebende Landschaft ein. Der international renommierte Farbenphilosoph hat auch die optische Gestaltung im Innern der neuen Werkshalle geplant.

„Die Sandler AG hat mit dem fertig gestellten Werk 63 neue Arbeitsplätze geschaffen und verfügt über den größten faserbasierten Vliestoffproduktionsstandort Europas“, erklärte der Vorstandsvorsitzende.
Sandler zählt zu den Technologieführern im Vliesstoffsektor und liefert an weltweite Kunden in den Märkten Hygiene, Wipes, Automobil, Filtration und Technik sowie dem Traditionsmarkt Heimtextil. Das Unternehmen steht weltweit auf Platz 15 der Umsatzrangliste und ist heute in Europa der einzige größere familiengeführte Vliesstoffhersteller.

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