Wandern in Teuschnitz im Frankenwald

Wandern in Teuschnitz im Frankenwald
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Lebenswege um den Gehrenwald

Im Verlauf dieser Wanderungen zwischen Effelter und Teuschnitz erleben Sie die reizvollen Talgründe von Dober und Kremnitz mit der Effelter- und Finkenmühle. Dazwischen liegt der langgestreckte Höhenrücken des „Gehren“, der Bürgerwald der Teuschnitzer.

Mit den vier kleinen Rundwegen in den Orten Effelter und Teuschnitz und um die beiden Mühlen möchten wir Sie mit den sowohl ökologisch als auch landschaftsgeschichtlich bedeutsamen Aspekten des natürlichen und kulturellen Lebens um den Gehren vertraut machen.

Sie haben die Auswahl:Wir laden Sie zu der großen Wanderung ein. Sie können sich aber auch für den einen oder anderen Rundweg entscheiden.

Viel Spaß beim Kennenlernen von Natur und Kultur!

Rundweg Effeltermühle in Teuschnitz im Frankenwald

Wanderweg Effelter Mühle in Teuschnitz im Frankenwald
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Rundweg Effeltermühle

Einen großen technischen Fortschritt in der früheren Zeit bedeuteten die Mahlmühlen, die das Mehlmahlen für Brot erleichterten.
Mit der Erfindung der Schneidmühlen wurde die Holzverarbeitung besser, was sich z.B. auf den Hausbau auswirkte.
Die Effelter Mühle war eine Mahl- und Schneidmühle. Sie wurde 1507 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Seit Mitte der 50er Jahre stand die Mahlmühle still, seit 1979 die Sägemühle.
1984 wurde die Effelter Mühle vom ev. Dekanatsbezirk Kronach gekauft, um sie zum Jugendheim auszubauen. Im Zuge der Renovierung nach denkmalpflegerischen Richtlinien wurde auch die Sägemühle restauriert. Die Mahlmühle konnte aus Platzmangel leider nicht erhalten werden.

Heute ist die Effelter Mühle ein „Jugendübernachtungshaus“ mit angeschlossenem Zeltplatz (mit ca. 10.000 Übernachtungen im Jahr).
Die ideale Voraussetzung für eine Mühle war ein natürlicher Mühlbach – ein Flussnebenarm. War dieser nicht vorhanden, musste ein künstlicher Mühlgraben angelegt werden.

So gibt es an der Effelter Mühle eine Mühlbachableitung, die Sie am Ende des kleinen Rundweges überqueren. Das Nadelwehr sicherte zum einen die gleichmäßige, regulierbare Wasserzufuhr; außerdem bot sie die Möglichkeit, das Holz zum Zersägen direkt zur Mühle zu bringen.

Heute wird sie zur Teilstromerzeugung für das jetzige Dekanatsjugendheim und den Jugendzeltplatz genutzt.

Rundweg Finkenmühle in Teuschnitz

Rundweg Finkenmühle in Teuschnitz im Frankenwald
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Rundweg Finkenmühle

Wie die Effelter Mühle hatte auch die Finkenmühle einen Schneidegang. Im Frankenwald war eine Schneidmühle eigentlich ein reiner Zweckbau, was an den Gebäuden erkennbar ist. Neben den langgestreckten Mühlengebäuden umfasste eine Schneidmühle nur noch die bescheidenen Räume des Müllers.

Wesentlich interessanter war allerdings die Organisationsform dieser Mühlen. Im Frankenwald wurden die Schneidmühlen meist als Genossenschaftsmühlen betrieben, d.h. mehrere Personen waren an der Nutzung der Mühle beteiligt und bildeten einen Mühlenverein.

Diese Anteile wurden durch Schneidtage gemessen, die von einem viertel Schneidtag bis zu mehreren Tagen sein konnten.

Außerdem wurde die Finkenmühle von der Bevölkerung der Umgebung auch zum Kornmahlen aufgesucht. Die Leute blieben solange, bis sie an die Reihe kamen. Daher kommt der Spruch: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“

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