Geschichte von Kronach im Frankenwald

Geschichte von Kronach im Frankenwald

Kronach ist eine Stadt mit einer über eintausendjährigen Geschichte.

1003 hat der damalige Besitzer Heinrich von Schweinfurt, Hetzilo genannt, seine Burg Crana selbst abgebrannt, da er vor seinem Herrn, dem späteren Kaiser HeinrichII., fliehen mußte.

Im Jahre 1122 kam die Gegend in den Besitz des Hochstifts Bamberg, dessen Bischöfe nunmehr bis zum Jahr 1803 die Landesherrn für Kronach stellten. Wie sich die Ansiedlung Kronach zunächst weiter ausbreitete, ist unbekannt, jedenfalls hatten die Kronacher bereits Mitte des 13. Jahrhunderts Stadtrecht.

Im Jahre 1430 belagerte eine hussitische Heeresabteilung Kronach, weshalb
die Bürger der Oberen Stadt zu ihrer Verteidigung die Vorstädte selbst anzündeten – eine Handlung, die zu jahrelangen Streitigkeiten führte, denn man hatte dies nicht mit den Bewohnern der Vorstädte abgesprochen.

Das Kronacher Bier war schon im 15. Jahrhundert weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, und so verwundert es nicht, daß sich früher einige der Fürstbischöfe in Bamberg ihr Bier aus Kronach in die Residenzstadt kommen ließen.

Im weiteren Verlauf des 15. und 16. Jahrhunderts wurde Kronach nur noch einmal während des sogenannten Markgrafenkrieges 1553 vom Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach, Albrecht Alcibiades, bedroht.

Heute noch allen Kronachern bekannt ist die Geschichte des Dreißigjährigen
Krieges, des „Schwedenkrieges“. Kronach stand auf Seiten seines Landesherrn, des Fürstbischofs von Bamberg, und wurde in den Jahren
1632, 1633 und 1634 wiederholt von den Truppen der schwedischen
Seite angegriffen und belagert. 2000 Kronacher standen gegen 20 000
Angreifer! Doch die Kronacher gaben nicht auf und konnten alle feindlichen
Angriffe abwehren.

An diese Zeit erinnert hier zum einen das Stadtwappen, zum anderen die wieder aufgefüllte Bresche in der Stadtmauer und die goldenen Ketten, die der Erste Bürgermeister bei feierlichen Anlässen trägt.

Im Jahr 1759 kam es erneut zu einer Belagerung Kronachs, diesmal
durch die Preußen; doch auch diesen Angriff konnten die Kronacher abwehren.
1806 kam der französische Kaiser Napoleon Bonaparte in die Stadt und erteilte von hier aus den Angriffsbefehl auf Preußen.

Mit dem sog. Reichsdeputationshauptschluß 1803 (de facto schon 1802) fiel das
Hochstift Bamberg, und damit auch Kronach, an Bayern. Während seiner Geschichte wurden Kronach und seine Festung von keinem Gegner erobert.

Kronach hielt über Jahrhunderte als nördlicher Außenposten des Hochstifts Bamberg allen Angriffen stand. Wer durch die Stadt streift, wird Kronachs Stolz auf die eigene Geschichte in den Straßen und Gassen erkennen können.

Teilen: