Ortsumgehung

Nach langen Jahren der Vorbereitung und der Planung befindet sich die Ortsumgehung Wallenfels seit Mitte 2001 in Bau. Die Arbeiten gingen dank tüchtiger und qualifizierter Firmen zügig voran und liegen im Bauzeitenplan:

Der Anstieg bei der Anschlussstelle West über die Rodachbrücke Richtung Herrgottswinkel und auch die Talquerung bei der Anschlusstelle Ost, ebenfalls mit einer Rodachbrücke, sind fertig. Dies gilt auch für die Talbrücken über den Geusergrund und den Allagrund und die Stützwand oberhalb der Firma Kotschenreuther.

Im März 2004 wurde mit dem mittleren und letzten Straßenbaulos begonnen. Es wird es noch bis September dauern, bis die Verkehrsfreigabe erfolgen kann. Nach der Verkehrsfreigabe wird sich in der Ortsdurchfahrt eine wesentliche Entlastung einstellen, zumal in den letzten Jahren der Anteil des Schwerlastverkehrs überproportional zugenommen hat und zu erwarten ist, dass der Verkehr auf der Bundesstraße 173 nach der Osterweiterung der EU im Mai 2004 noch stärker werden wird.

Sowohl die Bevölkerung als auch die Verkehrsteilnehmer können aufatmen, wenn die lange und problematische Ortsdurchfahrt Wallenfels vom Durchgangsverkehr befreit ist. Künftig wird die Baulast für die Ortsdurchfahrt der Stadt Wallenfels obliegen, die sich auch Gedanken um eine strukturelle Verbesserung des Straßenraumes im Rahmen der Stadtsanierung machen muss. Dies gilt besonders für den Bereich um den Marktplatz, der ohne die bisherige Verkehrsbelastung ein wirklicher Ortsmittelpunkt werden kann.

Wie alles im Leben hat auch die Ortsumgehung eine Kehrseite. So hat der Durchgangsverkehr trotz seiner überwiegend negativen Begleiterscheinungen für einige Betriebe Umsätze mit sich gebracht. Und die künftigen Anlieger befürchten, dass von der Ortsumgehung Immissionen ausgehen werden. Ob dies so sein wird, wird sich unter Verkehrsbelastung erweisen. Das für die Bauausführung verantwortliche Straßenbauamt Kronach hat jedenfalls die gesetzlichen Anforderungen an den aktiven Lärmschutz erfüllt, im Bereich Allerswald sogar darüber hinaus.

Unter dem Strich ist und bleibt die Ortsumgehung für Wallenfels ein großer Wurf für die Lebensqualität und die Entwicklungschancen in unserem Ort. Es war ein langer und steiniger Weg von der Beschlussfassung des Stadtrates zur Durchführung eines Raumordnungsverfahrens im Juli 1978 bis heute, wenige Monate vor dem Abschluss der Bauarbeiten. Viele haben ihren Anteil zum Gelingen geleistet und Dank und Anerkennung verdient. An erster Stelle ist das Straßenbauamt Kronach zu nennen, das sich mit vollem Einsatz der höchst anspruchsvollen Aufgabe widmete. Ein Lob verdienen auch die am Bau beteiligten Firmen, die eine tadellose Arbeit abgeliefert haben. Zu danken ist weiter den betroffenen Grundstückseigentümern für das gezeigte Verständnis und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern, die sich viele Jahre lang in zahlreichen Aktionen für ihre Ortsumgehung eingesetzt haben.

Anschlussstelle - Ost bei Neumühle
Blick Richtung Rodachbrücke II, Schwarze Wand und Geusergrund.

Derzeit ist die Fahrt Richtung Wallenfels durch die Querneigung der Fahrbahn nicht unproblematisch - besonders dann, wenn die Geschwindigkeitsbeschränkung nicht eingehalten wird!


Rodachbrücke II beim Zeltplatz
Nach der Talquerung vom Bereich Neumühle Richtung Schwarze Wand / Geusergrund überspannt die Rodachbrücke II die Wilde Rodach. Unter der Brücke hindurch wurde - ab Zeltplatz entlang des Flusses bis Schnappenhammer und Kleinthiemitz - eine sehr komfortable Radwegeverbindung gebaut, die sehr gut angenommen wird.

Talbrücke „Geusergrund“

Elegant und sehr filigran schwingt sich die mit 77 m lichte Weite größte Brücke der OU Wallenfels über den Geusergrund.

Das schmale Profil ist durch die Spannbetonbauweise möglich.

Talbrücke „Allagrund“

Am 02. August 2003 wurde mit der Allagrundbrücke das letzte Brückenbauwerk der Ortsumgehung in einem Nachteinsatz betoniert. Dies war wegen der hochsommerlichen Wärme notwendig.

Das Bild entstand im Morgengrauen während des Betonierens.

Straßenbaulos Mitte

Vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten im Baulos Mitte - zwischen Geusergrund und Allagrund - wird oberhalb der Fa. Kotschenreuther eine Hangsicherung nach dem Verfahren „Bewehrte Erde“ durchgeführt. Diese mit Kosten von ca. 500.000 € sehr aufwändige Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen

Straßenbaulos West

Bis auf Restarbeiten fertiggestellt ist auch die AS-West mit der Auffahrt Richtung Herrgottswinkel.

Die Trassenführung ist elegant, und nach dem Anstieg verläuft die Trasse weitgehend im Einschnitt. Dies ist gleichzeitig eine wirksame Lärmschutzmaßnahme.

 

Rodachbrücke I beim Leugnitzbach

In einem kühnen Bogen schwingt sich die Rodachbrücke I im Bereich des Leugnitzbaches über die Wilde Rodach.

Im Vordergrund der neue Radweg Richtung Hammer. Durch diesen Weg wird der Geh- und Radverkehr vom Kreuzungsbauwerk abgekoppelt.

 

 

 

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