idea-Schmetterlings-Paradies Neuenmarkt
Schönheit und Natur pur erleben und genießen...
... so lautet das Motto des idea Schmetterlings-Paradieses, das Anfang Mai 1998 als erste und bisher einzige bayerische Anlage dieser Art eröffnet wurde und seitdem bereits über 150.000 Besuchern die faszinierende Welt tropischer Insekten und anderer exotischer Tiere aus den Gebieten Nord-, Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens, hier speziell Süd-Ost-Asiens, näherbringen konnte.
Das Aufblitzen der leuchtenden Farben, verursacht durch mehrere hundert prächtige Falter und deren gaukelndes Flugverhalten zwischen vielen tropischen Blüten und Pflanzen, macht diese Anlage zu einem echten Paradies - kein Glas, kein Gitter trennt Besucher von dieser einmaligen Welt.
Mitten im Tropenwald erleben große und kleine Gäste staunend alle Entwicklungsstadien dieser schönsten und zweitartenreichsten Insekten vom Hochzeitsflug über die Eiablage, das Raupen- und Puppenstadium bis hin zum Schlüpfen der fertig entwickelten Schmetterlinge. Allen bereitet es große Freude, die herrlichen Tiere auf ihrem Flug inmitten der üppigen tropischen Pflanzenwelt, die einen sorgfältig abgestimmten Ausschnitt aus ihrem originalen Lebensraum darstellt, zu beobachten.
Bei "idea" gibt es aber nicht nur hunderte freifliegender tropischer Schmetterlinge, man kann sich in der Flughalle auch noch der niedlichen chinesischen Zwergwachteln, der verschiedenen Sittiche oder des hübschen, natürlich ebenfalls freilebenden Grünen Leguans namens Hugo erfreuen. Eine der größten Attraktionen stellen aber mit einem Weißbüscheläffchen-Paar zwei lustige Gesellen dar, die bei den Besuchern großen Zuspruch finden.
Im Eingangsbereich werden in artgerechten, hübsch gestalteten Terrarien zudem noch Kornnattern, ein Jemen-Chamäleon, Stabheuschrecken, ein Riesentausendfüßler, Laubfrosch Fridolin, mehrere Vogelspinnen, ein Goldgecko sowie Bartagamen gezeigt.
Der Namensgeber des Schmetterlings-Paradieses in Neuenmarkt ist die "Weiße Baumnymphe" (lat. idea leuconoe) aus der Familie Nymphalidae, verbreitet von Thailand bis nach Malaysia, den Philippinen und Taiwan (in Malaysia vorwiegend an der Küste in Mangrovesümpfen). Der ungewöhnlich große, elegante Tagfalter besitzt vorwiegend milchig weiße Flügel, die zart transparent sind und ein filigranes Muster aus schwarzen Adern, Bändern und Feldern tragen. Leichtes Gelb verläuft über den Ansatz der Vorderflügel. Ihr charakteristisch flatterndes Flugbild macht diese Gattung unverwechselbar.
Was passiert mit den Schmetterlingen eigentlich im Winter?
Jeder Schmetterling hat "seine Zeit" im Jahreslauf. Meist bereits im März zeigen sich die als Imago überwinternden Arten wie Zitronenfalter oder Tagpfauenaugen. Im April schließen sich in erster Generation die Aurorafalter an. Schwalbenschwänze und Landkärtchen läuten ab Mai den Sommer ein, im Juni folgt der Schachbrettfalter. Die meisten Schmetterlingsarten sind im Hochsommer zu beobachten, ab September sterben dann die nicht als Imago überwinternden Arten oder es ziehen Wanderfalter aus Deutschland weg.
Wenn man im Frühjahr die ersten Schmetterlinge sieht, stellt sich unwillkürlich die Frage: Wo kommen die Falter so plötzlich her und wo waren sie in der kalten Jahreszeit, im Winter?
Einheimische Tag- und Nachtfalter überwintern, und zwar auf ganz unterschiedlichste Art und Weise. Die Tiere, die im Frühling als erstes im Flug beobachtet werden können, überwintern als sogenannte Vollinsekten an dunklen, kühleren Orten wie dem Dachboden, in Kellern, Gartenhäusern, in Mauernischen oder zwischen Holzbohlen. Hierzu zählen der Zitronenfalter, das Tagpfauenauge, der C-Falter, der Trauermantel oder der Kleine Fuchs. Sie sind winterhart, können also komplett einfrieren, ohne dabei zu sterben – der Organismus wird zurückgefahren, um dadurch keinerlei Energie zu verschwenden.
Dukaten- und Zipfelfalter sowie der Argusbläuling sind Beispiele für Schmetterlinge, die als Ei überwintern. Raupen, die man im Frühjahr schlüpfen sieht, stammen aus Eiern, die im Vorjahr abgelegt wurden. Als Raupe überwintern ebenfalls verschiedene Arten. Die schwarzen Raupen des Apollofalters z. B. überleben die kalte Jahreszeit und entwickeln sich erst im Frühjahr weiter, bis die erste Generation der Falter im Mai zu fliegen beginnt. Auch Schillerfalter- und Schachbrettraupen überwintern an geeigneten Stellen, wo sie sich zum Schutz vor futtersuchenden Fressfeinden tarnen können. Raupen der Kohlweißlinge und Aurorafalter puppen sich kurz vor Wintereinbruch ein und auch europäische Schwalbenschwänze überwintern als braune oder grüne Puppe. Sie versammeln sich nach dem Schlüpfen im Frühjahr auf Hügeln, um auf Weibchen zur Paarung zu warten.
Schmetterlingswanderung
Zum Überwintern wandern auch einige Arten wie Zugvögel in wärmere Regionen, wobei sie ihr Ziel dabei fest im Auge haben und sich an Licht, Wind sowie Schwerkraft orientieren. Zu den bekanntesten einheimischen Wanderfaltern gehören Admiral und Postillion, aber auch Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen, der Totenkopf- oder Windenschwärmer. Im Herbst wandern aber auch Millionen von Distel- und Heufaltern nach Süden und kehren erst im Frühsommer in nächster Generation zurück. Sie überwintern neben Südeuropa auch in Nordafrika und können somit dabei sogar Ozeane überqueren; schon Kolumbus beobachtete Schmetterlingsschwärme auf seinem Weg nach Amerika.
Der nordamerikanische Monarchfalter (Danaus plexippus) ist das wohl bekannteste Beispiel für einen Wanderfalter. Es gibt zwei wandernde Populationen, wobei die südliche im Winter ins sonnig warme Kalifornien fliegt, die östliche hingegen Tausende von Kilometern in die Berge von Mexiko. Im Frühherbst brechen die Schmetterlinge in Schwärmen von Kanada Richtung Süden auf und fliegen mit Hilfe des Windes und warmer Aufwinde auf bis zu 7.000 Metern Höhe. Im Oktober erreichen Sie Texas, im Spätherbst haben Sie ihr Ziel, Mexiko, erreicht, um dort zu überwintern. Stellen Sie sich vor, im Frühjahr dort zu sein und auf einen Schwarm von nahezu 40 Millionen Monarchfaltern zu treffen, die aus Kanada hierher gekommen sind. Im April erreichen Sie den Rio Grande und überqueren die Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Hier suchen die Weibchen nach Wolfsmilchgewächsen, um die ersten ihrer rund 400 Eiern zu legen und sich nach und nach Richtung Norden zu bewegen. Anfang Mai sind sie im Südwesten Texas angelangt, wo die Reise der ersten Tiere mit dem natürlichen Tod endet und die nächste Generation die Wanderung zurück fortführt. Die ausgeprägte Wanderung der Monarchfalter zählt zu den unvorstellbarsten Phänomenen in der Welt dieser zweitartenreichsten Insektengruppe, der Schmetterlinge.
Das idea Schmetterlings-Paradies Neuenmarkt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach ist einer der wenigen europäischen Anlagen dieser Art, der auch im Winter geöffnet hat und somit ganzjährig exotische Schmetterlinge beherbergt. In der über 3000 Kubikmeter großen Halle leben in einem dicht bepflanzten Dschungel neben den freifliegende Schmetterlingen aus den tropischen Gebieten unserer Erde auch weitere interessante Tiere wie chinesische Zwergwachteln, Nymphensittiche, japanische Koi, der Grüne Leguan „Hugo“, Rotkehlanolis sowie die beiden Weißbüscheläffchen „Herr und Frau Nilson“ in harmonischem Miteinander. Zudem werden in artgerecht gestalteten Terrarien Kornnattern, Stabheuschrecken, mehrere Vogelspinnen, Skorpione und weitere interessante Tiere gezeigt.
Neuenmarkt liegt an der B303, in der Nähe der Bundesautobahn Berlin-München (A9), Ausfahrt 39/Bad Berneck;
Neuenmarkt ist weiterhin Eisenbahnknotenpunkt der Strecken Würzburg-Bamberg-Hof und Nürnberg-Bayreuth-Hof.
Das Schmetterlings-Paradies liegt etwa 20 Minuten Fußweg vom Bahnhof Neuenmarkt/Wirsberg entfernt an der Hauptstraße zwischen diesen beiden Orten.
Ein lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie – einmalig in Bayern!idea Schmetterlings-Paradies Neuenmarkt
"Wo jeden Tag Sommer ist"
Freifliegende exotische Schmetterlinge und weitere Tiere in einer Tropenhalle hautnah - ein einzigartiges Erlebnis für die ganze Familie!
idea DschungelParadies
Neuenmarkt
Wirsberger Straße 12
95339 Neuenmarkt
Telefon 09227/902525 (Büro)
Telefon 09227/902527 (Kasse)
Fax 09227/902526
Öffnungszeiten:
ganzjährig, jeweils Dienstag bis Sonntag
April bis Oktober 9.30 Uhr – 17.30 Uhr
November bis März 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Montag, außer an Feiertagen, ist Ruhetag
Geschlossen ist unsere Anlage darüberhinaus an Heilig Abend, Silvester und Neujahr







