Museum im Schusterhof

Museum im Schusterhof in Naila im Frankenwald

Stadtgeschichte

"Die heutige Stadt Naila kann auf eine lange, erlebnisreiche Geschichte zurückblicken. Am 9. Januar 1343 verliehen Heinrich der Ältere und Heinrich der Jüngere, Vögte von Weida, Hans von Weißelsdorf und Konrad dem Radecker "das gericht uber das dorf zu Neulins" - so die erste urkundliche Erwähnung Nailas ....

Bergbau

"Schon vor ca. 1000 Jahren dürfte der Nailaer Bergbau begonnen haben,d er zwischen 1471 und 1630 eine lang anheltende Blütezeit erlebte. In Gruben mit wohlklintenden Namen wie "Recher König Salomo", "Königin vom Reich Arabien" oder "Wilder Mann" wurden vornehmlich Kupfer- und Eisenerze gefördert ..."

Weißnäherei

"Als Mitte des 19. Jahrhunderts große Not im Frankenwald herrschte, beschloss ein eigens einberufenes Komitee der bayerischen Regierung, als Maßnahme zur Arbeitsbeschaffung die Handstickerei- auch Weißnäherei genannt - nach Vorbild des sächsischen Vogtlands einzuführen ..."

Schuhmacherhandwerk

"Zu den bedeutendsten alteingesessenen Handwerken Nailas zählt das Schumacherhandwerk. Lange vor dem 30jährigen Krieg verarbeiteten nailaer Schuster das Leder der einheimischen Rot- und Weißgerber 1632 gründeten sie eine Schuhmacherzunft ..."

Neben Ausstellungsstücken zur Stadtgeschichte ist im Museum besonders eine historische Schusterstube und der Stolz des Museums das "Nailaer Tafeltuch", eine auf der Welt wohl einmalige handgestickte, 4,57 Meter lange und 1,83 Meter breite Tischdecke zu bewundern. Hier ist auch der im September 1979 weltberühmt gewordene "Fluchtballon", mit dem zwei Ehepaare aus der DDR geflüchtet waren, zu sehen.

Öffnungszeiten:
Mittwoch 14 bis 17 Uhr
Sonntag 14 bis 17 Uhr

Eintritt Erwachsene: 1,5 €
Schüler 6-18 Jahre 0,50 €
Gruppenbesichtigungen sind nach Voranmeldung auch zu anderen Zeiten möglich (Tel. 09282/1890)

Info:

Museumsverein Naila e.V.
Dr. Marion Soganci
Tel. 09282/1890

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