Burgruine Lichtenberg

Die Geschichte

Von dem einst mächtigen, stark befestigten und für den hiesigen Bereich bedeutsamen Schloß bzw. vormaligen Burg Lichtenberg mit dem Sitz einer reichsunmittelbaren dynastischen Herrschaft, die die Stadt Lichtenberg und die umliegende Landschaft umfasste, sind nur noch Teile der äusseren mit Schiessscharten versehenen Festungsmauern und der Zwingmauern, dann die teilweise in verschiedener Höhe nebeneinander versetzt liegenden umfangreichen Kasematten mit Ausfallpforten, eine neuerdings wieder entdeckte Zisterne und der etwa 7 m hohe, achteckige Mauerstumpf des einstigen Bergfrieds vorhanden. Auf letzterem wurde im Jahre 1936 ein runder, 18 m hoher Aufbau errichtet. Dieses Bauwerk dient seitdem als Aussichtsturm, von dem aus vor allem ein herrlicher Blick in das unmittelbar angrenzende Thüringer Land möglich ist. Die Burgruine wird ab 2003 saniert, um die Mauern und die noch gut erhaltenen Keller vor weiterem Verfall zu schützen. Die Sanierung soll in 3 Jahren abgeschlossen sein.

Der Ursprung des Schlosses bzw. der Burg ist ebenso wie der vieler anderer Anlagen dieser Art unbekannt. Sie wurde auf dem höchstgelegenen (577 m ü.d.M.) und einen weiten Ausblick bietenden Teil eines von Nordosten nach Südwesten flach und nach den übrigen drei Seiten steil abfallenden, für die Verteidigung besonders günstigen Bergrückens angelegt. Auch liegt sie direkt an der einstigen Ostgrenze des großen karolingischen Reiches, wie diese um 814 bestanden hat, nahe einer Stelle, an der die von Osten kommende Saale ihren Lauf nach Norden ändert.

Seit 1414 hatten die jeweiligen Herren der Herrschaft ihren Wohnsitz auf dem Schloß in Lichtenberg. Vorher waren Burgvögte ihre Vertreter. Während 1430 die hier eingefallenen Husitten Städte wie Plauen, Hof, Bayreuth, Kulmbach usw. sowie auch alle umliegenden Ortschaften einäscherten, hielten Schloß und Stadt Lichtenberg ihrem Ansturm stand. Viele Bewohner der Umgegend suchten hinter deren festen und sicheren verbündeten Bischöfe von Bamberg und Würzburg und gegen die Reichsstadt Nürnberg.

Schloß und Stadt Lichtenberg hatten während des 30jährigen Krieges insgesamt 40 feindliche Einfälle und Plünderungen über sich ergehen lassen müssen. Die Jahre 1634 und 1640 waren am schlimmsten. Mit dem Wiederaufbau des Schlosses ist es sehr langsam vorangegangen, weil es an allem Nötigsten, besonders an Geld und Handwerksleuten fehlte. Am Mittwoch, dem 20. September 1682, brach auf einem der Getreideboden des Schlosses ein Feuer aus und legte dasselbe vollständig in Schutt und Asche.
Der damals regierende Markgraf Christian Ernst von Bayreuth, ein Sohn des Markgrafen Erdmann August von Brandenburg, ließ das Schloß nicht mehr aufbauen. So blieb das schöne und stolze Schloß Lichtenberg in seinen Trümmern liegen und war somit dem Verfall preisgegeben. Nach und nach gingen Teile dieser Ruine an verschiedene private Eigentümer über. Erst am 8. Februar 1844 konnte die Stadt den größten Teil erwerben.

Burgfreunde Lichtenberg e.V.

Am 14.04.2003 wurde der Verein Burgfreunde Lichtenberg e.V. ins Leben gerufen. Der Verein umfasst zur Zeit 53 Mitglieder. Zweck des Vereins ist die Organisation des Burgfestes und anderer Veranstaltungen rund um die Burgruine. Die Einnahmen des Vereins werden für kulturelle Veranstaltungen rund um die Burgruine, deren Pflege, Gestaltung und für Baumaßnahmen benutzt. Wir würden uns sehr über weitere interessierte Mitglieder freuen.

Vielen Dank für die Bereitstellung der Texte und Bilder an die Burgfreunde Lichtenberg e.V.
auf deren Website
www.burgruine-lichtenberg.de erfahren Sie zudem noch mehr Einzelheiten und Veranstaltungshinweise zur Burgruine.

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